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Dienstag, 20. Mai 2014

Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan

Original-Cover
Autor: David Levithan
Originaltitel: Every Day
Verlag: FJB
 Format: Gebunden
 Seitenzahl: 397
Genre: Roman
Preis: 16,99€
 ISBN: 978-3841422194
Erschienen: März 2014



Haupt-Figuren: A, Rhiannon
Zeit:
Gegenwart
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"Ich werde wach. Und muss auf der Stelle herausfinden, wer ich bin."

 
"Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt, und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren. Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?"



Die Geschichte beginnt genau am 5994. Tag, als A die Augen aufschlägt und sich im Körper von Justin befindet. Das besondere daran ist, dass A nicht in einem Körper bleibt, sondern diesen täglich wechselt - unabhängig vom Geschlecht, der Religion oder sonstigen Merkmalen. Lediglich eines haben alle geliehenen Körper mit ihm gemeinsam. Sie sind alle 16 Jahre alt! Wie er das macht, weiß er nicht. Es geschieht einfach. Wie er es aufhalten kann? Auch das weiß er nicht. Er besitzt jedoch die Möglichkeit, Namen und Fakten im Gedächtnis der jeweiligen Person abzurufen, sodass es ihm möglich ist, diesen einen Tag weitestgehend unaufällig zu überstehen. Ein bestimmtes Ziel oder einen Zweck verfolgt er dabei nicht!

Am 5994. Tag kommt es jedoch zu einer Wendung in A's Leben.
Denn als er sich in Justin's Körper befindet, trifft er in der Schule auf dessen Freundin Rhiannon. Diese hat irgendetwas geheimnisvolles an sich, etwas was ihn fasziniert und gleichermaßen neugierig macht. Schnell wird A klar, dass Justin sich nur wenig um seine Freundin kümmert und gerade deshalb, will er diesen einen Tag den er zur Verfügung hat, zu einem ganz besonderen Tag in Rhiannons Leben machen. Wie sollte es anders sein? Er verliebt sich natürlich in sie! Doch wie soll diese Liebe funktionieren? Findet er einen Weg und was würde Rhiannon sagen, wenn sie die Wahrheit über A wüsste?

 
Zunächst einmal hat mich das Buch von der Idee her an "Mercy - Gefangen" von Rebecca Lim
erinnert. Mit dem Unterschied, dass A täglich den Körper wechselt. Die Grundidee finde ich nach wie vor klasse!

Der Schreibstil und der Einstieg in das Buch, ist meiner Meinung nach, sehr gelungen. Der Leser kann sich langsam in die Situation von A einfinden und entdeckt gemeinsam mit ihm die unterschiedlichsten Charaktere, die wirklich so bunt gemischt sind, wie das Leben selbst. Man schlüpft immer wieder in verschiedene Sicht- und Lebensweisen, welche vom Autor faszinierend aber auch realistisch dargestellt werden! 
Aber mal ehrlich! Auch wenn es noch interessant wäre, das Ganze vielleicht selbst einmal zu erleben - tauschen würde ich nicht wollen! Kein eigenes Leben, keine richtige Familie und keine Freunde. Das wäre doch furchtbar!
Kommen wir aber nun zu unseren beiden Haupt-Personen:
Rhiannon gefällt mir als Charakter sehr gut, wobei A als Protagonist dagegen nicht wirklich greif-und/oder fassbar wird. Zugegeben, er weiß natürlich selbst nicht viel über sich. Dennoch kommt es im Buch zu einer Situation, in der dem Leser einige Informationen vorenthalten werden. Sei es, um die Fantasie anzuregen oder um uns den Fortgang der Geschichte schmackhaft zu machen. Zurück bleiben leider trotzdem ein paar Ungereimtheiten und ungeklärte Fragen, auf die ich jetzt schon gerne eine Antwort hätte. Aber wie sagt man so schön? "Geduld ist eine Tugend!" ;-)
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt wäre zum Thema "Spannung". Nach dem ersten Viertel kommt es nämlich zu einer doch sehr spannenden Situation. Leider wird diese Idee zunächst nicht weiter verfolgt bzw voll ausgeschöpft. Das Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf der Liebesgeschichte zwischen A und Rhiannon.
Erst gegen Ende des Buches, wird dieser Punkt erneut aufgegriffen. Nicht unbedingt spannend und anders als erwartet aber insgesamt ist und bleibt das Buch trotzdem eine Leseempfehlung.


 
 

Dienstag, 16. April 2013

Die Mechanik des Herzens von Mathias Malzieu

Original-Cover
Autor: Mathias Malzieu
Originaltitel: La Mécanique du Coeur
Verlag: carl's books
 Format: Broschiert
 Seitenzahl: 188
Genre: Novelle, Fantasy
Preis: 12,99€
 ISBN: 978-3-570-58508-5
Erschienen: Juni 2012


 
Haupt-Figuren: Jack, Dr. Madeleine, Miss Acacia, Georges Méliès
Zeit/Ort: 
Beginn: 16. April 1874/Edinburgh - später Andalusien (Spanien) ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
















   

"Jack ist ein besonderer Junge. Seit seiner Geburt hat er ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr, die jeden Tag neu aufgezogen werden muss. Nur eines muss er dabei bedenken: Er darf sich niemals verlieben, denn das würde sein zartes Uhrwerk nicht aushalten. Als Jack eines Tages die bezaubernde Tänzerin Miss Acacia kennenlernt, spielt sein Herz sofort verrückt. Doch er lässt sich nicht entmutigen und kämpft um seine Liebe …"

 
Am 16. April 1874, also genau vor 139 Jahren, war in Edinburgh eines der kältesten Tage, die es bisher gab. Selbst die Vögel fielen, zu Tode erstarrt, vom Himmel.
Auf einem Hügel jedoch, geschah etwas völlig sonderbares! Der kleine Jack wurde geboren und nur durch die Hilfe der Dr. Madeleine war es möglich, den Jungen am Leben zu erhalten. Sie setzte ihm eine kleine mechanische Kuckucksuhr ein, welche von nun an sein echtes Herz ersetzen sollte. Weil aber seine Mutter noch in jener Nacht verschwand und auch andere kinderlose Paare den kleinen Jack nicht adoptieren wollten, wuchs er wohlbehütet und relativ abgeschottet bei Dr. Madeleine auf.
Zu seinem 10. Geburtstag durfte er erstmals den Marktplatz besuchen und dort geschah es schließlich. Jack sah eine wunderschöne Flamencotänzerin mit lieblicher Stimme. Sofort verliebte er sich in die kleine Dame und seine Kuckuckuhr spielte verrückt. Mehrmals warnte ihn Dr. Madeleine, dass er sich nicht verlieben dürfe und nur mit Mühe und Not gelang es ihr, den verliebten Jack zu beruhigen und seine mechanische Uhr zu reparieren. Trotz aller Warnung, versuchte er dennoch seine hübsche Tänzerin wiederzufinden. Selbst zur Schule ging er eines Tages - ohne Erfolg!
Im Alter von 14 Jahren ändert sich Jacks Leben plötzlich. Auf dem Schulhof geschieht etwas, womit niemand gerrechnet hätte. Eine großartige Reise mit Georges Méliès beginnt und die Suche nach seiner großen Liebe geht weiter.


 
Die Geschichte vom kleinen Jack mit der Kuckucksuhr, ist wirklich ein sehr gelungenes Werk mit so manch versteckter Botschaft. Auch zwischen den Zeilen lässt sich eine Menge herauslesen. Hier geht es um sehr viel Gefühl, um die Liebe, um eigene Grenzen die überschritten werden, um Hoffnungen, um Ängste und um so viel mehr.
Mathias Malzieu hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Sehr wortstark aber auch poetisch. Geschrieben wurde das ganze aus der Ich-Persepektive und so erfahren wir natürlich aus erster Hand, wie unser Protagonist funktioniert und wie er tickt.
Außerdem hat Malzieu zwischenzeitig recht interessante Ideen. So lernen wir zum Beispiel, etwas über die Bedeutung vom Tränenschnaps.
Die Figuren sind teilweise etwas skurril und sehr eigenwillig aber wiederum auch sehr süß und harmonisch ausgearbeitet. Jack's Charakter gefällt mir insgesamt recht gut. Seine naive und niedliche Art brachten mich an einigen Stellen wirklich zum schmunzeln. Seinen Hamster nennt er beispielsweise Cunnilingus - ohne sich überhaupt dessen Bedeutung sicher zu sein. Er glaubt fest daran, dass es sich dabei um einen römischen Held aus der Antike handelt.
Etwas schleierhaft und der Hauptgrund dafür, dass ich mich nicht vollständig mit seinem Charakter anfreunden konnte, ist die sehr ausgeprägte Leidenschaft zu seiner Miss Acacia.
Seite 28, Zeile 22:
"Ihre Brüste sind zwei kleine Baisers, so wohlgeformt, dass es unhöflich wäre, sie nicht auf der Stelle zu vernaschen."
Das ist an sich ganz süß beschrieben aber in meiner Vorstellung wollte es sich einfach nicht mit einem 10-Jährigen in Verbindung bringen lassen. Ein weiterer Kritikpunkt wäre an dieser Stelle, die Szene mit Jack the Ripper. Das war für meinen Geschmack überflüssig und hat absolut nicht in die Geschichte reingepasst.
Positiv fand jedoch, die erneute Begegnung mit Georges Méliès. Diesen habe ich nämlich erstmals in dem Buch "Die Entdeckung des Hugo Cabret" kennengelernt. Das muss wirklich ein toller Mann gewesen sein.



Freitag, 12. April 2013

Beta von Rachel Cohn

Original-Cover
Autor: Rachel Cohn
Titel: Beta 
Verlag: cbt 
Format: Gebunden 
Seitenzahl: 416 
Genre: Junge Erwachsene, Dystopie 
Preis: 17,99 
ISBN: 9783570161647 
Erschienen: Februar 2013




Haupt-Figuren: Elysia, Familie Bratton, Tahir Fortesquieu
Ort: Demesne (Insel in der Südsee/Archipel)

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Vorweg:
Ich möchte mich an dieser Stelle für die tolle Lovelybooks-Leserunde bedanken und darauf verweisen. Ein dickes Danke auch an meine Mitleser. Es war wieder eine schöne Erfahrung und hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Ich hatte sehr großes Glück und durfte eine der 15 Testleser von über 250 Bewerber sein. Die Überraschung war natürlich sehr groß und das gekreische vor Freude kann sich keiner vorstellen.
Demnach habe ich also ein kostenloses Rezensionsexemplar vom cbj-Verlag erhalten, wofür ich mich natürlich nochmals ganz herzlich bedanken möchte!! VIELEN LIEBEN DANK!
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 "Sie will mich kaufen."  

    
"Sei perfekt. Oder dich erwartet ein Schicksal, schlimmer als der Tod.
Elysia ist ein Klon. Sie dient den Menschen, ohne zu fragen. Sie hat keine eigenen Bedürfnisse. Sie hat keine Gefühle. Doch die Realität sieht anders aus: Elysia hat Gefühle. Sie ist neugierig. Sie will alles erleben. Auch die Liebe. In ihrer Welt bedeutet das für einen Klon den Tod. Es sei denn, sie kann aus dem Paradies fliehen..."  

 
Stellt euch eine Insel vor, die so schön ist, wie sie nur in euren Träumen vorkommen kann! Diese Insel ist perfekt und lässt keine Wünsche offen. Die Luft, das Wasser - alles hat eine besondere Wirkung und ihr fühlt euch sicher und geborgen.
Auf so einer Insel, in einer kleinen Boutique, steht sie. Ein besonders hübsches Exemplar mit fuchsiafarbenen Augen und blondem Haar. Sie heißt Elysia und ist 16 Jahre alt. Ganz anders als Becky, die lediglich als Ausschussware zählt. Doch eines haben die beiden gemeinsam. Sie sind Teen-Betas! Eine geklonte Testversion, die nun auf Demesne zum Verkauf steht.
Schon bald kommt eine Frau ins Geschäft, mustert Elysia von oben bis unten und kauft sie schließlich. Sichtlich erfreut über ihre neueste Errungenschaft, die sie nun jedermann vorführen kann, verlässt sie das Geschäft und Elysia lebt von nun an als Tochterersatz und Gesellschafterin in luxuriösen Verhältnissen und bespaßt die beiden Kinder des Hauses. Schnell merkt sie, dass etwas mit ihr nicht zu stimmen scheint. Anders, als es ihr damals in einem Orientierungskurs beigebracht wurde, kann sie schmecken und hat Gefühle. Ob es den anderen Klonen auch so ergeht? Denn im Haus der Familie Bratton arbeiten weitere Klone. Die Frage ist, wem kann sie vertrauen? Vor eines fürchten sich nämlich alle Klone - vor dem Tod und vor Dr. Lusardis Krankenstation! Wird Elysia ihr Geheimnis wahren können?

   
Das Buch hat mich schnell in seinen Bann ziehen können. Die Geschichte beginnt mit ausführlichen Beschreibungen der Insel, der Bewohner und der Klone. Der Leser wird somit langsam in das Geschehen hineingeführt, wobei es keinesfalls langweilig wird, sondern zunehmend spannend und lehrreich. Perfektion bzw eine utopisch angehauchte Welt birgt, wie wir wissen, immer seine Schattenseiten und das kommt hier deutlich zum Vorschein.
Frau Cohn hat insgesamt einen sehr angenehmen und leicht verständlichen Schreibstil. Negativ aufgefallen sind mir jedoch, die relativ häufig inhaltlich auftretenden Wiederholungen. 
Die Figuren sind meiner Meinung nach gut ausgearbeitet und besonders Elysia als Protagonistin gefällt mir sehr gut. Ihr Leben als Klon, ihre Fähigkeiten und ihre Entwicklung wurden interessant, anschaulich aber auch nicht zu kurz beschrieben. 
Der Leser kommt bei der Thematik "Klon" voll auf seine Kosten und wird hinsichtlich des ethischen Problems oft zum Nachdenken angeregt. Ebenso wird in dem Buch deutlich, wie viel ein Klon eigentlich Wert ist. Denn geschaffen wurden diese ja nur aus einem Grund: Sie sollen dem Menschen dienen. Sklaverei in seiner mordernsten Form!
Außerdem schafft es die Autorin oft einen anderen Weg einzuschlagen bzw etwas unerwartetes geschehen zu lassen. Insbesondere das Ende lässt auf eine gute Fortsetzung hoffen und ich freue mich bereits jetzt schon darauf.
Zusammenfassend kann gesagt werden: "Es ist nicht immer alles Gold was glänzt!" ;-) 



Donnerstag, 21. März 2013

Die Entdeckung des Hugo Cabret von Brian Selznick

Autor: Brian Selznick
Titel: Die Entdeckung des Hugo Cabret  
Originaltitel: The Invention of Hugo Cabret
Verlag: cbj
Format: Gebunden 
Seitenzahl: 540
Genre: Kinder-und Jugendbuch
Preis: ursprünglich 19,95 (TB: 12,95€)
ISBN: 978-3-570-13300-2
Erschienen: Februar 2008


Haupt-Figur: Hugo Cabret
Zeit/Ort: 1931/Paris

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"Von seinem Platz hoch oben hinter der Uhr konnte Hugo alles genau überblicken."

  
(Innenseite)
"Hugo Cabret, seines Zeichens Wächter der Uhren, Waisenjunge und Dieb, lebt verborgen in den Mauern des Pariser Bahnhofs. Als er die Aufmerksamkeit eines exentrischen kleinen Mädchens und ihres bärbeißigen Großvaters auf sich lenkt, in seine Existenz im Verborgenen und damit sein größtes Geheimnis in Gefahr. (...)"

In dieser Geschichte geht es um einen kleinen Pariser Jungen, namens Hugo Cabret! Als sein Vater, ein bekannter Uhrenmacher, ums Leben kommt - wird er kurzerhand zum Waisen. Doch plötzlich steht sein volltrunkener Onkel vor der Tür und nimmt ihn bei sich auf. Seitdem lebt Hugo bei ihm im Bahnhof und wartet täglich die Uhren. Seine geschickten Hände und die Erfahrungen, die er bei seinem Vater sammeln konnte, kommen ihm hierbei durchaus zugute.
Eines Tages jedoch, verschwindet Hugo's Onkel spurlos und da anscheinend niemand Notiz davon nimmt, schmiert und ölt Hugo weiterhin die gesamten Bahnhofsuhren, um nicht aufzufallen. Hier und dort klaut er sich mal ein Brötchen oder gar ein Flasche Milch.
Einzig und allein vor dem Bahnhofswerter muss er sich in Acht nehmen. Denn dieser sammelt streunende Kinder ein und sperrt sie in eine Zelle. Von dort aus dauert es nicht mehr lang und die Kinder werden unter Tränen, bitten und betteln gegen ihren Willen in ein Waisenhaus gesteckt.
Wie der Zufall es will, wird Hugo schon bald beim Klauen eines kleinen Spielzeuges erwischt. Der Besitzer ruft sofort nach dem Bahnhofswerter, schnappt sich den Jungen und leert seine Taschen. Zum Vorschein kommt Hugo's Notizbuch. In diesem Buch befinden sich Zeichnungen, mit einer ganz besonderen Bedeutung, die so einiges verändern könnte und vielleicht auch wird, wenn ihr euch das Buch zur Hand nehmt.

  
Ehrlich gesagt, wusste ich bis vor kurzem noch gar nicht, welch ein wundervoller Schatz sich in in meiner kleinen Bibliothek verbirgt. Durch Zufall fischte meine Mutter das Buch aus dem Regal und ich begann zu lesen.
Tja und nun? Ich bin restlos begeistert! Nicht nur, dass das Cover dem Original entspricht und der Buchschnitt schwarz ist.. nein.. die ganze Aufmachung finde ich mehr als gelungen. Das Buch besteht nämlich nicht nur aus Text, sondern wird unterstützt und weitererzählt durch schwarz/weiß Zeichnungen.
In einer Amazon-Meinung steht dazu, dass er/sie kein Bilderbuch haben wollte.
Naja, also ein Bilderbuch im eigentlich Sinne ist es ja nun wirklich nicht. Die Bilder sind doch gerade das Besondere an dem Buch.
Abgesehen davon, ist die Geschichte bezaubernd, die Aufmachung toll und die gebundene Ausgabe nur schwer erhältlich.



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Nun noch ein Wort zur Verfilmung: Zuckersüß!

Einer meiner Lieblinge ist ganz klar Asa Butterfield, der die Rolle des Hugo Cabret spielt und mich bereits in einer ganz anderen Buchverfilmung überzeugen konnte. An dieser Stelle kann ich euch "Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne" nur allerwärmstens empfehlen!! Buch und Film sind einfach nur zum heulen schön. Mein Tipp: Legt schon mal Papiertaschentücher zur Seite!

Auch Sacha Baron Cohen kann in der Rolle des Bahnhofswerter überzeugen. Hier zeigt er mal eine ganz andere Seite von sich.

Asa Butterfield



Montag, 25. Februar 2013

Flüsterndes Gold von Carrie Jones

Autor: Carrie Jones
Titel: Flüsterndes Gold  
Originaltitel: Need
Verlag: cbt
Format: Gebunden 
Seitenzahl: 351
Genre: Junge Erwachsene, Fantasy
Preis: 14,99 
ISBN: 978-3-570-16060-2
Erschienen: September 2010


Haupt-Figuren: Zara White, Zara's Großmutter: Betty, Nick Cold
Zeit/Ort: Gegenwart/Maine

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"Jeder hat vor irgendwas Angst, oder?"

  
"Zara zieht zu ihrer Großmutter ins einsame und verschneite Maine, und gleich am ersten Schultag verliebt sie sich in Nick - Nick, der sie vor dem seltdamen Fremden beschützt, der ihr immer wieder auflauert, und Nick, der ihr nicht nur die dunkle Seite ihrer idyllischen neuen Heimat offenbart, sondern selbst ein übernatürliches Geheimnis hat.."

Die Geschichte beginnt damit, das Zara von ihrer Mutter ins kalte und verschneite Maine geschickt wird. Denn als ihr Vater an einem Herzversagen starb, zog sich Zara mehr und mehr zurück. Um dem entgegenzuwirken, lebt sie nun bei ihrer verrückten aber liebevollen Großmutter Betty.

Doch schon am ersten Schultag muss sie feststellen, dass Maine irgendwie anders ist. Im Sportunterricht können zum Beispiel viele ihrer Mitschüler sehr schnell rennen. Für Zara, die selbst eine Läuferin ist, eine sehr ungewöhnliche Situation. Außerdem fühlt sie sich von einem Unbekannten verfolgt, der jedoch in blitzesschnelle wieder verschwunden ist.
Immerhin findet sie in Issie, Devyn und Ian gute Freunde. Außerdem verliebt sie sich sofort in den gutaussehenden Nick, der anscheinend einen ausgeprägten Beschützerinstinkt ihr gegenüber besitzt.
Immer mehr mysteriöse Dinge geschehen. Ein Junge verschwindet Spurlos! Feiner Goldstaub befindet sich auf dem Boden. Ebenso auch auf Nick's Jacke.
Als ihr alles zu viel wird, entschließt sie trotz Bettys Verbot eine Runde im angrenzenden Wald laufen zu gehen, bis sie plötzlich ein flüstern hört. Jemand ruft ihren Namen!
 
 
Zunächst ist der Einstieg ins Buch wirklich locker und leicht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Geschichte erinnert zunächst stark an "Bis(s) zum Morgengrauen".
Wobei es hier nicht um Vampire geht, sondern um Elfen! Aber denkt ja nicht, dass Elfen nette oder gar freundliche Wesen sind! Tzzz! Fehlgeschlagen!
Mich persönlich hat die Geschichte schnell begeistern können.
Zara bestitzt einen sehr liebenswürdigen Charakter und auch ihre kleine hibbelige Freundin Issie war mir auf Anhieb sympathisch.
Das Cover wurde vom Original übernommen, ist aber meiner Meinung nach nichts Besonderes.
Ein Pluspunkt gibt es für die Kapitelnamen! Denn in diesem Buch könnt ihr einiges über Phobien lernen, wobei die ein oder andere Angst sehr außergewöhnlich erscheint. Aber es gibt bekanntlich nichts, was es nicht gibt! ;-)

Donnerstag, 21. Februar 2013

Mercy - Bd. 1: Gefangen von Rebecca Lim

Autor: Rebecca Lim
Verlag: Ravensburger 
Format: Gebunden 
Seitenzahl: 254 
Genre: Junge Erwachsene, Urban Fantasy
 Preis: 14,99 
ISBN: 978-3-473-40064-5 
Erschienen: Oktober 2011




Haupt-Figuren: Mercy alias Carmen Zappacosta, Ryan Daley
Zeit/Ort: Gegenwart/Paradise
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"Irgendwas stimmt nicht mit mir."

  
"Ich empfange noch mehr Bilder von Lauren. Dabei kann ich nicht sagen, ob ich das alles selbst in ihrem Zimmer gesehen habe oder ob es nur im Kopf ihres Zwillingsbruders existiert. Ryan trägt einen Teil von Lauren in sich. Die Verbindung fühlt sich frisch an, neu. Es ist unheimlich. Schwach wie der verblichene tag eines Graffiti-Sprayers, den der Regen nicht ganz auslöschen konnte. Eine ausgestreckte Hand. Ein Hilferuf. Ein leises "Rette mich!""

Mercy erwacht! Plötzlich!
Wer sie eigentlich ist, wo sie ist und vor allem WAS sie ist, weiß sie nicht! Es geschieht einfach. Sie hat keinen Einfluss darauf!
Mercy kann lediglich die Kontrolle über ihren neuen Körper erlangen und für eine unbestimmte Zeit bewohnen. Solange, bis sie eine bestimmte Aufgabe erfüllt hat. Welche Aufgabe? Auch das weiß sie nicht! Jetzt ist sie in Carmen erwacht! Einer 16-Jährigen unscheinbaren Schülerin der St.-Joseph-Schule, welche sich gerade in einem Schulbus auf dem Weg nach Paradise befindet. Dort findet aktuell ein 2-wöchiger Kulturaustausch mit der Paradise High statt. Zusammen sollen die Schüler und Schülerinnen "Mahlers 8. Sinfonie" in verschiedenen Tonlagen singen.
Während dieser zwei Wochen wohnt Carmen bei einer Gastfamilie. Den Daley's! Auch deren Tochter war eine Sopran-Sängerin. Doch vor zwei Jahren ist sie auf mysteriöse Art und Weise verschwunden. Keiner glaubt mehr daran, dass sie noch am Leben ist. Nur ihr Zwillingsbruder Ryan glaubt fest daran und beäugt Carmen eher misstrauisch. Bis diese ihm hilft und sich als durchaus nützlich erweist. Denn Mercy hat die Gabe direkt in das Herz bzw. in die Seele eines jeden Menschen zu schauen. Dabei sieht sie Bilder und kann sich alles zusammenreimen. Nur eine Berührung ist nötig! Doch sie brennt! Außerdem kommt nun schwerwiegend hinzu, dass wieder ein Mädchen verschwunden ist. Ganz in der Nähe! In Little Falls! Und wieder ist es eine Sängerin!

   
Toll! Prima! Wundervoll! Der Titel des Buches passt genau zu meiner Meinung! Gefangen! Die ersten Seiten waren gelesen und schwups war ich gefangen! Das Buch beginnt einfach so, mitten im Leben. Der Leser entdeckt zusammen mit Mercy nach und nach einige Dinge und man weiß definitiv nicht mehr oder weniger als die Protagonisten selbst.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Die Beschreibung der Situation, der Umgebung, der Menschen.. all das hat mir gefallen.
Warum also lange um den heißen Brei schreiben? Das Buch ist TOP und somit eine Kaufempfehlung! Spannend und mystisch, gespickt mit einem Hauch Liebe in der Luft. Ihr solltet euch lediglich darauf einstellen, dass es in dieser Reihe insgesamt vier Bände gibt.
P.S. Wer Seelen von Stephenie Meyer mochte, der wird auch dieses Buch lieben! ;-)

Der Trailer zum Buch/Mercy's erwachen: